Bilder für Websites
Stockfotos oder eigene Fotos: Was passt zu deiner Website?
Vergleiche Stockfotos, eigene Aufnahmen und Herstellerbilder. Wähle passende Motive, plane dein Fotobudget und prüfe Nutzungsrechte.
Illustriert das Bild ein Thema oder zeigt es dein Unternehmen?
Ein Stockfoto ist ein bereits vorhandenes Bild, das unter einer Lizenz zur Nutzung angeboten wird. Eigene Fotos zeigen Motive, die du selbst aufgenommen oder fotografieren lassen hast. Gerade für Produkte kommen auch Lieferanten- und Herstellerbilder infrage. Die Quelle allein macht ein Bild noch nicht geeignet.
Unterscheide zwischen der Illustration eines allgemeinen Themas und der Darstellung des tatsächlichen Betriebs. Ein beliebiges Arbeitsplatzfoto kann einen Artikel über Schreibtischorganisation illustrieren. Neben „Besuche unser Büro“ erweckt dasselbe Foto den Eindruck, deine Räume zu zeigen. Seine Rolle hängt von den umgebenden Worten ab.
Frage dich: „Könnte ein Besucher berechtigterweise annehmen, dass dies unser Team, unser Produkt oder unsere Arbeit ist?“ Dann wähle ein Bild, das genau das zeigt. Führt es nur in ein allgemeines Thema ein, kann ein passendes Stockfoto genügen.

Vergleiche die verfügbaren Bildquellen
Berücksichtige neben dem Preis des Bildes auch den Aufwand. Eigene Aufnahmen brauchen Planung, Fotografie und Auswahl; auch Stockbilder erfordern Suche, Lizenzprüfung und Vorbereitung. Ein beauftragtes Shooting kann helfen, wenn mehrere wichtige Bilder einheitlich umgesetzt werden sollen.
| Quelle | Geeignet, wenn | Was du prüfen solltest |
|---|---|---|
| Selbst aufgenommene Fotos | Du brauchst aktuelle Bilder von Menschen, Räumen oder Arbeiten und kannst sie klar fotografieren. | Plane Zeit für Licht, eine übersichtliche Szene und mögliche neue Aufnahmen ein. |
| Beauftragte Fotos | Ein wichtiges Produkt, ein Raum oder eine Porträtserie braucht ein sorgfältig geplantes Shooting. | Vereinbare Motive, zu liefernde Bilder und geplante Nutzung mit dem Fotografen. |
| Lieferanten- oder Herstellerbilder | Du brauchst zutreffende Bilder von Produkten, die du tatsächlich verkaufst. | Prüfe Modell, Farbe, enthaltenes Zubehör und die Erlaubnis zur Veröffentlichung. |
| Stockfotos | Ein allgemeines Thema braucht Bilder, die deinen Betrieb nicht dokumentieren müssen. | Prüfe Szene, Lizenz und die Verfügbarkeit einer passenden Bildserie. |
Wann ein Stockfoto gut funktioniert
Bilddatenbanken bieten Fotos ohne eigenes Shooting, Motive, die du schwer selbst aufnehmen kannst, und mehrere Bilder derselben Serie. Das sind Vorteile für allgemeine redaktionelle Inhalte, etwa einen saisonalen Gartenartikel oder einen Leitfaden zur Reiseplanung. Stockbilder können dafür eine dauerhafte Wahl sein, nicht bloß Platzhalter.
Suche eine konkrete Situation, etwa Pflanzen auf einem kleinen Balkon, statt nur „Garten“. Eine passende Serie kann mehrere Artikelbilder vereinheitlichen; prüfe dennoch jedes Bild und seine Lizenz. Auch eine hochwertige Serie passt nicht, wenn Umgebung oder Tätigkeit nicht zum Inhalt passen.
Der Nachteil ist die fehlende individuelle Information. Ein allgemeines Stockbild dokumentiert nicht deinen konkreten Arbeitsplatz oder dein Projekt. Es kann zudem auf anderen Websites erscheinen. Bei ergänzenden Artikelbildern ist das weniger entscheidend als beim Hauptbild, an dem Besucher dein Unternehmen wiedererkennen.
Wann eigene Fotos mehr nützliche Informationen liefern
Eigene Fotos beantworten Fragen, die allgemeine Bilder nicht klären: Wer empfängt mich? Wie sieht der Eingang aus? Was wurde bei diesem Projekt erreicht? Ihr Vorteil liegt in diesen konkreten Informationen.
Produktfotos erfordern nicht immer ein neues Shooting. Ein Herstellerfoto, das du nutzen darfst, kann den genauen Artikel besser zeigen als ein eigenes Foto, das du in Eile aufgenommen hast. Prüfe, ob es der verkauften Variante entspricht. Fotografiere fehlende Details selbst, wenn die gelieferten Bilder eine wichtige Eigenschaft nicht zeigen.
Ein gutes Stockfoto oder ein durchschnittliches eigenes Foto?
Angenommen, dein Foto des Ladeneingangs ist nicht perfekt ausgeleuchtet, zeigt aber klar die richtige Tür. Auf einer Seite mit Besuchshinweisen ist es nützlicher als ein schönes Stockfoto einer anderen Ladenfront. Entscheidend ist der tatsächliche Eingang, nicht die fotografische Perfektion.
Bei einem allgemeinen Zimmerpflanzenartikel kann die Entscheidung anders ausfallen. Ist dein eigenes Pflanzenfoto unscharf und zeigt nichts Unternehmensspezifisches, erklärt ein scharfes, relevantes Stockfoto das Thema vielleicht besser. Dass du es selbst aufgenommen hast, bringt wenig, wenn der Leser ein klares Beispiel eines allgemeinen Motivs braucht.
Prüfe: Zeigt dein Foto wichtige Informationen, die das Stockbild nicht zeigen kann, und sind sie klar erkennbar? Dann nutze oder verbessere es. Ist es zu unklar, fotografiere neu. Bis dahin können verständlicher Text oder der Verzicht auf das Bild besser sein, als einen fremden Betrieb als deinen darzustellen.
Beispiel: Bilder für ein örtliches Café auswählen
Ein Café baut mit kleinem Budget seine erste Website. Es braucht nicht für jeden Artikel ein professionelles Shooting, aber Besucher sollen den Ort erkennen können.
- Startseite: fotografiere den echten Tresen oder Sitzbereich bei geeignetem Tageslicht. Ein Stockfoto eines Innenraums mit mehr Platz oder anderen Möbeln würde falsche Erwartungen wecken.
- Speisekarte: zeige ein tatsächlich angebotenes Getränk oder Gericht. Ein Lieferantenfoto passt nur, wenn es den angebotenen Artikel korrekt zeigt und du es nutzen darfst.
- Über-uns-Seite: mache ein einfaches Porträt des Inhabers oder Teams. Ein Stockmodel sollte nicht als tatsächlicher Mitarbeiter dargestellt werden.
- Blog: ein lizenziertes Stockfoto von Kaffeebohnen kann einen allgemeinen Artikel über das Rösten von Kaffee illustrieren. Beschreibe im Begleittext allgemein das Rösten von Kaffee; bezeichne die abgebildeten Bohnen nur dann als eigene Bohnen des Cafés, wenn das zutrifft.
Vergleiche die Auswahl auf der tatsächlichen Seite
Setze einige ausgewählte Bilder mit endgültiger Überschrift und Bildunterschrift in dasselbe Layout. Prüfe sichtbare Details statt nur die Stimmung:
- Werkzeuge und Tätigkeit: passen Ausrüstung und Handlung zur beschriebenen Leistung? Verwirrt die Szene Kunden, scheidet sie auch bei professioneller Optik aus.
- Umgebung und Publikum: passen Umfeld und Situation zum Einsatz deiner Leistung? Wähle keine idealisierte Umgebung, die nicht vorhandene Einrichtungen suggeriert.
- Brauchbare Komposition: bleibt das Motiv mit der endgültigen Überschrift und dem gewählten Zuschnitt klar? Prüfe das verfügbare Bild in der benötigten Anzeigegröße, nicht nur als kleines Suchvorschaubild.
- Serie und Stil: gibt es weitere passende Ansichten aus demselben Shooting, und passen sie zu deinen vorhandenen Fotos? Prüfe ihre Relevanz und Nutzungsbedingungen einzeln.
Prüfe die Seite auf einem großen Bildschirm und auf einem Smartphone, bevor du dich entscheidest. Kleinere Bildschirme können einen anderen Ausschnitt brauchen, damit das wichtige Motiv sichtbar bleibt; der MDN-Leitfaden zu responsiven Bildern erklärt diese Lösung. Unser Leitfaden zur Bildauswahl für Websites behandelt Komposition und Bildaufgaben in verschiedenen Seitenabschnitten.
Stelle eine kleine, nützliche eigene Bildauswahl zusammen
Liste fehlende Bilder auf und ordne sie danach, was sie Besuchern verständlich machen:
- Fotografiere zuerst, was ein allgemeines Bild nicht ersetzen kann. Beginne mit dem echten Eingang, den Kontaktpersonen, einem besonderen Produktdetail oder einem abgeschlossenen Projekt. Wähle die wichtigsten Motive für deine Seite.
- Verbessere vorhandene Fotos, auf denen das wichtige Motiv nicht klar zu erkennen ist. Plane eine neue Aufnahme oder ein gezieltes Shooting mit einem Fotografen, wenn ein wichtiges Detail fehlt. Lege die benötigten Ansichten fest, bevor du Geld ausgibst.
- Ergänze allgemeine Artikelbilder. Nutze passende Stockbilder, wenn sie den Artikel unterstützen. Berücksichtige mögliche Lizenzkosten, ohne das Budget für die wichtigsten Unternehmensfotos aufzubrauchen.
Mache beim Shooting sowohl eine Gesamtansicht als auch eine Nahaufnahme und lass Platz für unterschiedliche Ausschnitte. Prüfe Licht, Fokus und Ablenkungen im Hintergrund; ein klares Smartphone-Foto kann reichen. Bewahre die Originale auf und aktualisiere Bilder bei Änderungen an Team, Räumen oder Produkten.
Prüfe die Nutzungsberechtigung vor der Veröffentlichung
Ein Fund in der Bildersuche erlaubt noch keine Wiederverwendung. Öffne die Originalquelle und prüfe die Lizenz für deinen Zweck. Notiere Quelle, Urheber, Download-Datum und geltende Bedingungen sowie erforderliche Bildnachweise.
Auch kostenlose Bilder haben Bedingungen. Die Pexels-Lizenz erlaubt beispielsweise Website-Nutzung und Bearbeitung ohne verpflichtenden Urheberhinweis, schränkt aber bestimmte Verwendungen ein, etwa wenn der Eindruck entsteht, abgebildete Menschen oder Marken würden dein Produkt empfehlen. Das sind die Bedingungen dieses Dienstes, keine Regel für alle Bilddatenbanken. Prüfe die aktuellen Bedingungen deiner tatsächlichen Quelle.
Prüfe bei beauftragten Fotos die mit dem Fotografen vereinbarte Nutzung. Bitte bei eigenen Aufnahmen die abgebildeten Menschen vor der Veröffentlichung um Erlaubnis. Prüfe auch, ob unbeabsichtigt Kunden oder private Details zu sehen sind. Selbst zu fotografieren klärt nicht jede Frage zum Bildinhalt.
Vermeide Entscheidungen, die einen falschen Eindruck erzeugen
- Zu starke Bearbeitung: ein störendes Objekt zu entfernen ist etwas anderes, als das Aussehen eines Produkts zu verändern oder einen relevanten Mangel zu verbergen.
- Veraltete Produktversion: ein erlaubtes Lieferantenbild kann trotzdem unpassend sein, wenn Farbe, Ausstattung oder Zubehör vom verkauften Artikel abweichen.
- Vergessene Platzhalterbilder: notiere, welche Platzhalterbilder ersetzt werden sollen, und behalte passende Stockillustrationen mit einer dauerhaften Aufgabe.
Letzter Check vor der Veröffentlichung
Kannst du erklären, ob das Bild ein allgemeines Thema illustriert oder dein Unternehmen zeigt? Macht der umgebende Text diese Rolle deutlich? Ist das Motiv zutreffend und im echten Layout gut erkennbar? Hast du Nutzungsberechtigung und Quellenangaben gesichert?
Nach der Auswahl helfen unsere Anleitungen zu passenden Bildmaßen und sinnvollen Alt-Texten und Dateinamen. Unabhängig von der Quelle muss das Bild für die Seite vorbereitet werden.
Bereite dein ausgewähltes Bild vor
Schneide eine Kopie so zu, dass das wichtige Motiv sichtbar bleibt. Prüfe sie danach im Desktop- und Mobil-Layout deiner Website.
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